Futonbett

Ob Asien-Fan, Platzsparer, Ordnungsliebhaber oder Übernachtungsgastgeber: Das Futonbett bietet viele Einsatzmöglichkeiten und passt aufgrund seines puristischen Erscheinung in jede Wohnung! Lass dich von Wohnideen rund um die traditionelle japanische Schlafstätte inspirieren.

Japanische Tradition trifft westliche Moderne

Eine Besonderheit unter den Betten: das Futonbett. Futonbetten bringen, exotisches asiatisches Flair in das Schlafzimmer. Die westliche Adaption hat mit den traditionellen japanischen Futonbetten jedoch nur noch wenig gemein. Zur Erklärung: Das japanische Wort Futon bedeutet "Decke" und meint im erweiterten Sinn Bettplatz oder Schlafstätte. Traditionell besteht ein Futon aus einer Schlafunterlage aus Baumwolle, die "shiki-buton" genannt wird und auf den Fußboden gelegt wird. Mit zunehmendem Alter des Nutzenden wächst die Anzahl der Futon-Lagen und damit der Komfort des Schlafplatzes. Die "kake-buton", die Bettdecke, ist ebenfalls aus Baumwolle. Unterlage und Decke werden tagsüber gelüftet und aufgerollt im Schrank verstaut – in Japan bleibt kaum ein Futon am Tag auf dem Boden liegen. Auch heute schlafen noch rund 50 Prozent der Japaner in einem solchen Bett.

Westliche Variationen

Die westlichen Futonbetten sind meist Betten mit einem sehr niedrigen Gestell aus Holz, Lattenrost, dünner Matratze und Bettdecke. Das Bettgestell mit niedrigem Rahmen sorgt dafür, dass die Idee des "auf-dem-Boden-Schlafens" erhalten bleibt. Bettgestelle, bei denen die Matratze über dem Boden schwebt, wurden erfunden, um im Schlaf nicht dem herumkrabbelnden Ungeziefer wehrlos ausgeliefert zu sein – Menschen mit Insekten-Phobie sollten sich den Kauf eines Futon-Bettes also genau überlegen. Ein Bett wie zum Beispiel das Boxspringbett, bei dem man Dank mehrerer Matratzen mit großem Abstand zum Boden ruht, scheint in diesem Fall eine bessere Wahl zu sein.
Aufgrund der großen Beliebtheit, der sich Futonbetten erfreuen, gibt es die Betten in vielen verschiedenen Varianten. Wo früher darauf geachtet wurde, dass das verwendete Holz naturbelassen ist, sind heute auch farbig lackierte Gestelle zu finden. Die bislang überwiegend aus Buchen- und Kieferholz bestehenden Holzrahmen gibt es mittlerweile auch aus Metall. So lassen sich die Betten in viele Einrichtungsstile integrieren. Denn ein Futonbett räumt mit unnötiger Komplexität, aufwendigen Verschnörkelungen und gesteppten Polsterungen auf.

Futon als Gästebett

Da sich Futons leicht aufrollen und verstauen lassen, eigenen sich die Betten hervorragend als Gästebett! Bleiben Gäste länger über Nacht oder die Wohnung bietet nicht ausreichend Platz für ein separates Bett, gibt es verschiedene tolle Schlafkombinationen im Futon-Stil. Mit wenigen Handgriffen kann aus der Sitzgelegenheit ein Bett gezaubert werden, das ohne Kopf- und Fußteil auskommt.
Futonbetten sind mit ihren niedrigen Rahmengestellen puristisch und zeitlos. Wer lieber selber baut, findet bei unseren DIY-Anleitungen zum Betten selber bauen eine Anleitung für ein Futonbett. Wer es lieber traditionell mag, verzichtet auf ein Bett mit Gestell und legt sich mit seiner shiki-buton direkt auf den Fußboden. So ist für jeden Futonbetten-Liebhaber das passende Bett dabei.

Suche verfeinern