Teppichboden

Manchmal muss es einfach der gute alte Teppichboden sein: Das Gefühl morgens aufzustehen und als erstes ein flauschiges Gefühl unter den Füßen zu spüren, lässt einen wohlgesinnt in den Tag starten. Auch im Kinderzimmer ist ein schöner Teppich zum Spielen viel gemütlicher, als ein harter Holzfußboden. Ob ein flauschiger Langflorteppich oder pflegeleichte Teppichfliesen, hier findest du Wohnideen zum Thema Teppichboden.

Eine kleine Teppichkunde

Als Teppichboden – auch Auslegware oder Spannteppich genannt – werden textile Bodenbeläge bezeichnet, die vollflächig in einem Raum verlegt werden können. Dabei unterscheiden sich die Bodenbeläge in ihrem Material, ihrer Struktur und der Beschaffenheit ihrer Rückseite.

Teppichböden bestehen aus zwei Schichten: Der Trägerschicht und der Nutzschicht. Die Nutzschicht ist die obere der beiden Schichten und besteht aus Fasern. Diese können sowohl synthetisch, natürlich oder eine Mischung aus beidem sein. Die Trägerschicht ist sozusagen der Rücken der Teppiche, welcher ebenfalls aus natürlichen oder synthetischen Materialien gefertigt ist. Natürliche Materialien sind beispielsweise:

  • Baumwolle,
  • Jute,
  • Flachs,
  • Wolle,
  • Hanf,
  • oder Seide

Synthetische Fasern sind bei einem Teppich meist aus:

  • Viskose,
  • Zellwolle ,
  • Polyester,
  • oder Polyamid.

Der als Meterware erhältliche Bodenbelag kann:

  • lose verlegt,
  • verklebt,
  • verklettet,
  • oder verspannt werden.

Dabei werden die Bodenbeläge in der Regel zur Wand hin durch eine zwei bis drei Zentimeter breite Sockelleiste begrenzt – genau wie beim Verlegen von Laminat. So ist gewährleistet, dass sich der Belag ausweiten und atmen kann.

Die Qualität des Bodenbelags

Ob synthetische oder natürliche Materialien für den Teppichboden gewählt werden ist zu einem Teil eine Geschmacksfrage. Zum anderen sollte man sich gut überlegen, welchen Anforderungen der Bodenbelag im Alltag ausgesetzt wird. Wird dieser durch häufiges Hin- und Herlaufen extrem beansprucht, sollte bei der Wahl des Teppichs darauf geachtet werden, dass dieser widerstandsfähig und robust ist. Die Nutzschichtdichte und das Gewicht des Teppichbodens sind dabei erste Anhaltspunkte. Zudem sollte der Bodenbelag schmutzabweisend und trittschalldämmend sein. Gerade bei synthetischem Obermaterial muss darauf geachtet werden, dass es schwer entflammbar und zudem antistatisch ist. Bodenbeläge, die genormt oder mit einem Siegel ausgezeichnet sind, haben eine geprüfte Qualität und können bedenkenlos verlegt werden.

Teppich und Allergien? Kein Problem!

Das Vorurteil, dass Teppichboden für Allergiker ungeeignet ist, ist schon lange veraltet. Dank einer staubbindenden Wirkung kann sich Teppichboden für Allergiker in manchen Fällen besser als ein Laminat- oder Dielenboden eignen. Auf glatten Fußböden sammeln sich Staubflusen schneller als im Teppich. Laminat und Co. sind bei einer Hausstauballergie nur dann besser, wenn sie mindestens alle zwei Tage feucht gewischt werden. Es sollte allerdings ein Bogen um Teppiche aus Langflor gemacht werden: Teppiche wie Flokati lassen sich nur schwierig reinigen und machen ihrem Ruf als Staubfänger große Ehre.

Ideal für Hausstauballergiker sind hingegen Teppiche aus kurzfloriger Auslegeware, die regelmäßig gereinigt werden. Zusätzlich können die Teppiche mit Staubsaugern abgesaugt werden, die mit einem sogenannten HEPA-Filter ausgestattet sind. Dieser filtert die Allergene aus der vom Sauger verbrauchten Luft. Also liebe Allergiker: Schluss mit dem Niesen – auf in das Teppichfachgeschäft!

Sind die Grundbedingungen erfüllt, kann es endlich an die Auswahl der gestalterischen Aspekte gehen. Welche Farben oder Motive soll dein neuer Boden haben? Lass dich hier inspirieren!