Ausmisten leicht gemacht: Tipps vom Ordnungs-Profi!

Den guten Vorsatz haben wir oft: unsere Wohnung soll ordentlicher, strukturierter, einfach aufgeräumter werden. Doch wo soll man anfangen? Was kann wirklich weg und was sollte man lieber aufbewahren? Ordnungsexpertin Carola Böhmig und ihr Team wissen Rat! Böhmig hat es sich zur Aufgabe gemacht, Aufräumwillige an die Hand zu nehmen und gibt wertvolle Tipps im Umgang mit dem Chaos in den eigenen vier Wänden. Wir haben nachgefragt, worauf man beim Ausmisten achten sollte!

Inhaltsverzeichnis

Wo und wie fange ich an?

Ungeordneter Papierkram, Schubladen und Schränke voll mit überflüssigem Kleinkram – Aufräumen scheint manchmal schier unmöglich. Doch keine Sorge: "Ordnung braucht ein Ziel. Sie ist sachlich, logisch und einfach – nur dann funktioniert sie mühelos", so Carola Böhmig. Oftmals warten wir zu lange, bis wir uns an die Unordnung rantrauen – das Chaos wird immer größer. Doch egal, wie groß der Berg vor uns sein mag, wichtig ist, in kleinen Schritten anzufangen. Böhmig und ihr Expertenteam raten: "Unbedingt trennen sollte man sich von negativen Gedanken wie 'das schaffe ich nie' oder 'wie soll ich das bloß bewältigen'." Nicht übermütig werden: Statt zu versuchen, die komplette Kommode an einem Abend auszumisten, sollte man sich lieber eine einzelne Schublade vornehmen.

Davon kann ich mich doch aber nicht trennen... Oder doch?

"Das Loslassen-Lernen kostet die meiste Kraft beim gründlichen Aufräumen. Verhaltensmuster, Andenken, Gedanken an Menschen, Besitz. Wir alle verbinden bestimmte Gefühle eben auch mit Dingen. Den Schritt zu tun, ein Gefühl nicht mehr nur mit einem materiellen Besitz, sondern nur noch mit einer schönen Erinnerung zu verbinden, der fällt vielen von uns schwer. Viele Menschen glauben, dass sie die Mutter nicht schätzen, wenn sie sich von deren geliebtem Kaffeeservice trennen. Dem ist nicht so", erklärt Ordnungsservice.com-Expertin Anett Klose. "Unsere Verbindung findet im Herzen, im Kopf, unseren Seelen statt und hängt nicht davon ab, wie viel wir von einer Person, einem Event aufbewahren!"

//Ein Tipp: Ein, zwei besondere Lieblingsstücke aussuchen, die auf jeden Fall behalten werden sollten – der Rest darf ohne schlechtes Gewissen entsorgt, verschenkt oder verkauft werden! Bei zu vielen Klamotten hilft oftmals die einfache Frage: "Würde ich es mir wieder kaufen?"

Aber ich kann mich so schlecht motivieren...

Der Klassiker: Wir wollen ja aufräumen – nur jetzt nicht. Und morgen ist es auch eher schlecht. Die Lösung: Das Ausmisten als festen Termin in den Kalender schreiben! Außerdem: Den besten Freund, die beste Freundin bitten, ein wenig zu helfen. Bei einer gemeinsamen Tasse Kaffee, ein wenig Musik und entspannter Atmosphäre lässt es sich gleich deutlich besser aufräumen!

Wie kann ich das Aufräumen erleichtern?

Gute Organisation vereinfacht das Ausmisten ungemein! Bevor man beginnt, sollte man ausreichend Müllbeutel und Sortierbehälter (z.B. Schuh- oder Bananenkartons) bereitstellen. "Fangen Sie mit einfachen und großen Teilen an, damit Sie eine Struktur erarbeiten können", so Expertin Meike Suhre. "Dinge, bei denen Sie nicht sofort eine Entscheidung treffen können, legen Sie auf einen separaten Stapel, den Sie ganz am Ende noch einmal durchschauen, sonst bleiben Sie an diesem Stück hängen und kommen mit der gesamten Aktion nicht weiter. Das gilt auch für Dinge, die Sie sich noch einmal genauer anschauen wollen, z. B. Fotos. Bringen Sie ihr angefangenes Projekt zuerst zu Ende und machen Sie die zeitraubenden Feinheiten später."

Und wohin mit all den Sachen, die ich aussortiert habe?

"Gut erhaltene Dinge wegzuwerfen ist immer die letzte Alternative", findet Carola Böhmig. "Mit dem Bewusstsein der Ressourcennutzung sollten Dinge dort weiter Verwendung finden, wo sie gebraucht werden oder wo sie noch Freude bringen können. Die Möglichkeiten zur Weitergabe von Dingen sind vielfältig wie nie. Tauschen, Verschenken und Spenden ist 'in'."

Seniorenheime, öffentliche Bücherschränke und Schulen freuen sich oftmals über Bücherspenden. Elektrogeräte werden von vielen Schrotthändlern kostenlos abgeholt. Eine gute Möglichkeit ist auch ein Wohnungsflohmarkt oder eine Kleinanzeige auf entsprechenden Internetportalen. Auch schicke Designerkleidung wird man auf unzähligen Online-Plattformen unkompliziert los.

Was kostet die Hilfe eines Ordnungsprofis?

Wer sich dem eigenen Chaos alleine nicht stellen möchte, kann auf die Hilfe und Erfahrung von Carola Böhmig und ihrem Netzwerk aus Aufräumexperten zurückgreifen. "Wir Partner von OrdnungsService.com arbeiten in Deutschland, in Österreich und der Schweiz", so Böhmig. "Wir sind Dienstleister und berechnen unsere Zeit mit einem Stundensatz, der je nach Region zwischen 40 und 50 Euro liegt. Bei größeren Entfernungen entstehen zusätzlich Reisekosten.

Viele unserer Kunden buchen sogenannte 6-Stunden-Power-Tage, die wir zum günstigen Festpreis anbieten. Hier besteht die Möglichkeit, diesen auf zwei halbe Tage aufzuteilen. Man beginnt in den ersten 3 Stunden gemeinsam und nachdem der Anfang schnell geschafft ist, bekommt der Kunde einige 'Hausaufgaben' auf, die er bis zum nächsten Termin erledigen soll – Eigenleistung sozusagen. Einige Tage später wird dann der zweite Teil der 'Baustellen' bearbeitet."

  1. Ordnung im Badezimmer schaffen

    Besonders in kleinen Badezimmern herrscht meist ein Platzproblem: Dabei kann man schon mit kleinen Möbeln Ordnung und damit Platz im Badezimmer schaffen. In den einzelnen Fächern des Holzregals können nicht nur Kosmetikartikel, sondern auch Handtücher und Co. ihren Platz finden. An der weißen Garderobe über dem Regal können Kleidungsstücke platzsparend aufgehängt werden.

  2. Regalsystem im Esszimmer

    Mit Schubkästen, Schränken und genügend Regalen wird das Aufräumen kinderleicht. Wer die Tipps der Expertin beherzigt und sich trotzdem nicht von Kleinkram trennen kann, lässt diesen einfach in (schlichten) Aufbewahrungsboxen verschwinden. So hat alles seine Ordnung und die Wohnung wirkt gleich viel cleaner.

  3. Ordnung bewahren

    von roomido Foto: Linnea Press/Tia Brogsmidt

    Chaos und Unordnung mittesls eines ausgefeilten Ordnungssystems vermeiden: In diesem Fall helfen Wäschekörbe oder -beutel, Schachteln und Bastkörbe, um Ordnung zu schaffen. Dabei wurde hier bei den verschiedenen Behältern darauf geachtet, eine Farbfamilie beizubehalten, damit sich alles in ein harmonisches Ganzes fügt.

  4. Grünes Regalsystem im Wohnzimmer

    Offene Regale animieren zum Aufräumen! Statt in einer klobigen Schrankwand finden hier Geschirr, Magazine, Bücher und sogar der Fernseher sichtbar ihren Platz. Unsere Tipps: Kleine Körbe, Kistchen und Truhen in Naturfarben schaffen Platz für mehr, ein wohnliches Ambiente und harmonieren mit der natürlichen Einrichtung.

  5. Bunte Aufbewahrungssysteme für Büroutensilien
    • DIY-Aufbewahrungssystem

      von der Stylistin Charlotte Love
      Bauanleitung (engl.): http://issuu.com/91magazine/docs/issue4 (S. 46-47)

    • Schreibtisch "Micke" von Ikea ab 49,00 €

      Der von Henrik Preutz designte Schreibtisch "Micke" besteht aus braun lackierten Holzplatten und kann mit weiteren Micke-Modellen, die alle gleich …

    Bunte Aufbewahrungssysteme für Büroutensilien

    von roomido Foto: GAP Interiors/Jonathan Gooch, Stylist: Charlotte Love

    Bunte Aufbewahrungssysteme für Büroutensilien: ein wahrer Blickfang. Kleine DIY-Ideen für den Arbeitsplatz kann man leicht umsetzen. Am Wandboard kleben hier bunte Deckel von Marmeladengläsern, auf die man die Gläser nur an- und abschrauben muss. So macht das Aufräumen gleich viel mehr Spaß!

  6. Küche mit farbenfroher Einrichtung

    von roomido Foto: GAP Interiors/Colin Poole

    Die Wohnung ist für viele ein Ort der Kreativität. Eine farbenfrohe Einrichtung kann in der Küche die Fantasie der Hobbyköche unterstützen und gleichzeitig für Ordnung und Struktur sorgen. Behältnisse wie Tassen und Kannen sind in Blau und Rot gehalten, die Bilderrahmen in Gelb, die Küchenzeile in Schwarz-Weiß – so bekommt jeder Küchenbereich sein eigenes Farbkonzept.

  7. Bücher im Modulregal
    • "RAR Eames Plastic Armchair" Schaukelstuhl

      Der "RAR Eames Plastic Armchair" besteht aus einer Sitzschale aus Polypropylen und einem Untergestell mit Ahornkufen. Er ist in unterschiedlichen …

    Bücher im Modulregal

    von roomido Foto: Linnea Press/Tia Brogsmidt

    Die Bücher im Regal ziehen die Blicke auf sich, da die übrigen Möbelstücke monochrom gehalten sind. Durch das Regalsystem strukturieren sich die vielen unterschiedlichen Bücher und bilden eine gewisse Ordnung. Da bleibt auch Raum für Deko in diesem modernen Wohnzimmer.

  8. Stauraum im Arbeitszimmer

    Ein bunt gemischtes Mobiliar belebt die kreative Stimmung im Arbeitszimmer: Durch offenen und versteckten Stauraum lassen sich die Tipps zum Aufräumen leichter umsetzen. Pinsel, Farben und Papier werden offen gelagert, Skizzen und Unterlagen verschwinden im Schrank. So lässt sich auch im Rest der Wohnung Ordnung schaffen und trotzdem alles griffbereit verstauen.

    Das ganze Ausmisten hat ordentlich Platz geschaffen. Wir haben die Ideen wie du ihn füllen kannst!
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